Die Spreu vom Weizen...
Tja, woran erkennt man zum Beispiel sehr schnell wie interessiert eine Station an ihren Schülern ist?
Erster Einsatz:
Am ersten Tag wird zur kenntnis genommen dass ich da bin, nach mehrmaligem Nachfragen wird mir auch endlich erklärt wo ich mich vielleicht umziehen könnte, leider ist kein Schlüssel für einen Schrank aufzutreiben, man hatte vergessen dass ich komme. Endlich umgezogen, drückt man mir ne Schüssel in die Hand und schickt mich, obwohl ich noch niemals irgendetwas mit Patienten zu tun hatte, zur Körperpflege zu einem Schwerstpflegefall bei dem man sogar zu zweit nur schwer zurecht kommen würde.
Die Station und Notfallverhalten (wo ist NOtfallwagen, welche Nummern wählen etc.) wird mir nach mehrmaligem Nachfragen am ersten Tag noch kurz erklärt und auch mein Vorgesprächsprotokoll (Pflicht von der Schule her, sollte am ersten Tag ganz zuerst ausgefüllt und geführt werden, um alle wichtigen Dinge gleich abzukären und festzuhalten) wird, zwar erst nach mehrmaligem Drängen, aber doch wenigstens schon am dritten Tag ausgefüllt.
Ansonsten bleiben die Schüler zum größten Teil sich selbst überlassen und sind im Prinzip für alles zuständig, egal ob man es darf (von der Schule aus und aus rechtlichen Gründen) oder nicht. Stellt man Fragen, hat man Glück wenn man dafür nicht angemotzt wird und ist es fast ein Wunder wenn man auch sofort ne richtige Antwort kriegt.
Mit meinem Bezugspfleger, der mich auf Station einarbeiten und begleiten und abschließend bewerten soll, habe ich kein einziges Mal zusammen gearbeitet...
Zweiter Einsatz:
Schon zwei Wochen vor Einsatzbeginn, als ich kurz auf Station bin um meinen Dienstplan abzuholen, übereicht man mir sofort ein kleines, liebevoll gestaltetes Infoheft, in dem alle wichtigen Dinge über die Station, wie zum Beispiel Namen des Teams, Dienstzeiten, Tagesablauf, etc. aufgeschrieben sind, mir wird auch gleich mitgeteilt wo ich den Schlüssel für meinen Schrank und meine Dienstkleidung herkriege.
Am ersten Tag meines Einsatzes nimmt mich mein Bezugspfleger sofort unter die Fittiche, führt mit mir das Vorgespräch und füllt das Protokoll aus, zeigt mir die Station, erklärt mir was ich im Notfall zu tun habe.
Ich arbeite mehrere Tage hintereinandern immer mit meinem Bezugspfleger zusammen und man bemüht sich auch wirklich dem Schüler etwas beizubringen. Fragen werden jederzeit und gerne beantwortet...
Dritter Einsatz:
Am ersten Arbeitstag wusste mal wieder keiner von irgendwas und schon gar nicht dass ich komme. Schlüssel für Schrank ist erst wieder nach längerem Suchen aufzutreiben. Ich arbeite jetzt seit 6 Tagen auf Station und ich konnte noch keinen dazu bringen mir das Vorgesprächsprotokoll auszufüllen. Meine Bezugspersonen habe ich noch überhaupt nicht kennengelernt. Ausserdem werde ich abwechselnd entweder wie ein Kleinkind behandelt, oder man tadelt mich weil ich SAchen nicht weiß die ich in meinem Ausbildungsstand überhaupt nicht wissen kann.
Nach 6 Tagen jetzt hat mich zum ersten Mal jemand von sich aus gefragt, in welchem Ausbildungsjahr ich eigentlich bin, ansonsten musst ich mich deswegen immer rechtfertigen warum ich bestimmte Dinge einfach noch nicht wissen kann bzw. tun darf...
Vielleicht hat mich ja mein zweiter Einsatzort für alle weiteren Stationen verdorben, aber ich vermisse ihn sehr und empfinde die Station auf der ich derzeit eingesetzt bin einfach nur als Frustrierend... Eine Frustration die sich langsam tief in mir einnistet und mir zu schaffen macht, ich schlafe schlecht und bin ständig irgendwie bedrückt *seufz*
24 Tage noch.....
Erster Einsatz:
Am ersten Tag wird zur kenntnis genommen dass ich da bin, nach mehrmaligem Nachfragen wird mir auch endlich erklärt wo ich mich vielleicht umziehen könnte, leider ist kein Schlüssel für einen Schrank aufzutreiben, man hatte vergessen dass ich komme. Endlich umgezogen, drückt man mir ne Schüssel in die Hand und schickt mich, obwohl ich noch niemals irgendetwas mit Patienten zu tun hatte, zur Körperpflege zu einem Schwerstpflegefall bei dem man sogar zu zweit nur schwer zurecht kommen würde.
Die Station und Notfallverhalten (wo ist NOtfallwagen, welche Nummern wählen etc.) wird mir nach mehrmaligem Nachfragen am ersten Tag noch kurz erklärt und auch mein Vorgesprächsprotokoll (Pflicht von der Schule her, sollte am ersten Tag ganz zuerst ausgefüllt und geführt werden, um alle wichtigen Dinge gleich abzukären und festzuhalten) wird, zwar erst nach mehrmaligem Drängen, aber doch wenigstens schon am dritten Tag ausgefüllt.
Ansonsten bleiben die Schüler zum größten Teil sich selbst überlassen und sind im Prinzip für alles zuständig, egal ob man es darf (von der Schule aus und aus rechtlichen Gründen) oder nicht. Stellt man Fragen, hat man Glück wenn man dafür nicht angemotzt wird und ist es fast ein Wunder wenn man auch sofort ne richtige Antwort kriegt.
Mit meinem Bezugspfleger, der mich auf Station einarbeiten und begleiten und abschließend bewerten soll, habe ich kein einziges Mal zusammen gearbeitet...
Zweiter Einsatz:
Schon zwei Wochen vor Einsatzbeginn, als ich kurz auf Station bin um meinen Dienstplan abzuholen, übereicht man mir sofort ein kleines, liebevoll gestaltetes Infoheft, in dem alle wichtigen Dinge über die Station, wie zum Beispiel Namen des Teams, Dienstzeiten, Tagesablauf, etc. aufgeschrieben sind, mir wird auch gleich mitgeteilt wo ich den Schlüssel für meinen Schrank und meine Dienstkleidung herkriege.
Am ersten Tag meines Einsatzes nimmt mich mein Bezugspfleger sofort unter die Fittiche, führt mit mir das Vorgespräch und füllt das Protokoll aus, zeigt mir die Station, erklärt mir was ich im Notfall zu tun habe.
Ich arbeite mehrere Tage hintereinandern immer mit meinem Bezugspfleger zusammen und man bemüht sich auch wirklich dem Schüler etwas beizubringen. Fragen werden jederzeit und gerne beantwortet...
Dritter Einsatz:
Am ersten Arbeitstag wusste mal wieder keiner von irgendwas und schon gar nicht dass ich komme. Schlüssel für Schrank ist erst wieder nach längerem Suchen aufzutreiben. Ich arbeite jetzt seit 6 Tagen auf Station und ich konnte noch keinen dazu bringen mir das Vorgesprächsprotokoll auszufüllen. Meine Bezugspersonen habe ich noch überhaupt nicht kennengelernt. Ausserdem werde ich abwechselnd entweder wie ein Kleinkind behandelt, oder man tadelt mich weil ich SAchen nicht weiß die ich in meinem Ausbildungsstand überhaupt nicht wissen kann.
Nach 6 Tagen jetzt hat mich zum ersten Mal jemand von sich aus gefragt, in welchem Ausbildungsjahr ich eigentlich bin, ansonsten musst ich mich deswegen immer rechtfertigen warum ich bestimmte Dinge einfach noch nicht wissen kann bzw. tun darf...
Vielleicht hat mich ja mein zweiter Einsatzort für alle weiteren Stationen verdorben, aber ich vermisse ihn sehr und empfinde die Station auf der ich derzeit eingesetzt bin einfach nur als Frustrierend... Eine Frustration die sich langsam tief in mir einnistet und mir zu schaffen macht, ich schlafe schlecht und bin ständig irgendwie bedrückt *seufz*
24 Tage noch.....
Wolkentage - 9. Jan, 21:18
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Jens (Gast) - 10. Jan, 02:11
Oooooch nööö
So eine Schei*e! *tröst* *knuddel*
Scheint nicht nur mies zu sein, im Grunde ist es schlechter als alles andere bisher, oder? :-\
Verdammt... und noch 24 Tage, das ist im Grunde bis zum GROSSEN Treffen, wo wir dich dann wieder aubauen werden. Aber das überlebst du! Das stehst du durch! Wäre ja gelacht wenn man dich so einfach unterkriegen würde oder?
Damals auf meiner Zivistelle hatte ich auch zuerst Stressprobleme - neben dem schlechten Schlaf kam die Schuppenflechte dazu, das war nicht schön. Das muss man irgendwie bekämpfen - damals hatte ich das allerdings nicht richtig hinbekommen und jeden Tag vor Augen, dass ich wieder mit diesen "Psychos" arbeiten musste. Das heißt egal wie geil der Abend war, jeden Morgen kam die Frustration, dass man mit den Leuten wieder arbeiten musste. Ablenken war nicht.
Später, 6 Monate nach Dienstbeginn, hatte ich mich einigermaßen mit der Situation arrangiert, aber ich hatte da schon einen Mittzivi, einen Mitverschwörer sozusagen, mit dem die Zeit viel besser umging (und er hatte Musikgeschmack das muss man ihm lassen ^^) und mit dem auch meine Stressymptome, die mich nen halbes Jahr quälten, abgenommen. Okay, etwas abgehärtet war ich da schon auch.
Aber 24 Tage, das schaffst du schon. Du kennst da sicher noch ganz andere Mittel als ich. Und wenn du beim Treffen trotzdem noch zerknirscht bist - wir bauen dich wieder auf! :-D
Scheint nicht nur mies zu sein, im Grunde ist es schlechter als alles andere bisher, oder? :-\
Verdammt... und noch 24 Tage, das ist im Grunde bis zum GROSSEN Treffen, wo wir dich dann wieder aubauen werden. Aber das überlebst du! Das stehst du durch! Wäre ja gelacht wenn man dich so einfach unterkriegen würde oder?
Damals auf meiner Zivistelle hatte ich auch zuerst Stressprobleme - neben dem schlechten Schlaf kam die Schuppenflechte dazu, das war nicht schön. Das muss man irgendwie bekämpfen - damals hatte ich das allerdings nicht richtig hinbekommen und jeden Tag vor Augen, dass ich wieder mit diesen "Psychos" arbeiten musste. Das heißt egal wie geil der Abend war, jeden Morgen kam die Frustration, dass man mit den Leuten wieder arbeiten musste. Ablenken war nicht.
Später, 6 Monate nach Dienstbeginn, hatte ich mich einigermaßen mit der Situation arrangiert, aber ich hatte da schon einen Mittzivi, einen Mitverschwörer sozusagen, mit dem die Zeit viel besser umging (und er hatte Musikgeschmack das muss man ihm lassen ^^) und mit dem auch meine Stressymptome, die mich nen halbes Jahr quälten, abgenommen. Okay, etwas abgehärtet war ich da schon auch.
Aber 24 Tage, das schaffst du schon. Du kennst da sicher noch ganz andere Mittel als ich. Und wenn du beim Treffen trotzdem noch zerknirscht bist - wir bauen dich wieder auf! :-D
Budenzauberin - 10. Jan, 07:46
Das darf doch nicht wahr sein!
Gibt es da keine Anlaufstelle für Dich, bei der Du Dich mal beschweren kannst?
Gibt es da keine Anlaufstelle für Dich, bei der Du Dich mal beschweren kannst?
Panschnitzel (Gast) - 16. Jan, 12:39
Bei den heutigen Zuständen in den Kliniken sich beschweren wollen???
Das letzte Jahr war ich wegen eines Krankenfalles bei einem Verwandten ständig in der Klinik.
Zwei Drittel des Pflegepersonals waren frech, inkompetent, arrogant und nochmals frech.
Das restliche Drittel war extrem kompetent, hilfsbereit, einfühlsam, tröstent. Krankenschwestern eben, die wohl nur für ihren (schlechtbezahlten) Beruf leben.
Wenn man das Ausgangsposting liest, ist das wohl aich ein Grund für das Fehlverhalten der zwei Drittel.
Das letzte Jahr war ich wegen eines Krankenfalles bei einem Verwandten ständig in der Klinik.
Zwei Drittel des Pflegepersonals waren frech, inkompetent, arrogant und nochmals frech.
Das restliche Drittel war extrem kompetent, hilfsbereit, einfühlsam, tröstent. Krankenschwestern eben, die wohl nur für ihren (schlechtbezahlten) Beruf leben.
Wenn man das Ausgangsposting liest, ist das wohl aich ein Grund für das Fehlverhalten der zwei Drittel.
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